Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Statistik für Mai

Laut der Pressemitteilung vom 31.05.2011 ist die Arbeitslosenzahl um -118.000 auf 2.960.000 gesunken und damit unter der magischen Grenze von 3 Millionen. Die Arbeitslosenquote sankt um -0,3% auf 7%, womit Deutschland nur noch 2% von der so genannten Vollbeschäftigung entfernt ist. Laut BA profitiert der Arbeitsmarkt vom stabilen Wachstum der deutschen Wirtschaft. Was nicht zu letzt auch dem guten Wetter zu verdanken ist, denn so setzte die Jahreszeitenbedingte “Frühjahrsbelebung” auf dem Arbeitsmarkt schon früher ein.
Im Vergleich zum Vorjahr waren im Mai diesen Jahres 276.000 weniger Menschen arbeitslos registriert, als im selben Monat des Vorjahres. Laut Statistischen Bundesamt ist die Zahl der Erwerbstätigen im April saisonbereinigt um 28.000 Erwerbstätige gestiegen.

Die BA schreibt zum Ausbildungsstellenmarkt: “Die Daten vom Ausbildungsstellenmarkt signalisieren eine weitere Verbesserung der Chancen für die Bewerber. Im Zeitraum Oktober 2010 bis Mai 2011 wurden der Ausbildungsvermittlung der BA insgesamt 424.800 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 43.200 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem deutlichen Anstieg beigetragen haben die gute konjunkturelle Lage und das Interesse der Betriebe, sich den eigenen Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung zu sichern. Denn der Anstieg bis Mai 2011 geht allein auf ein Plus bei den betrieblichen Berufsausbildungsstellen zurück (+44.300 auf 413.100; außerbetriebliche: -1.100 auf 11.700). Zugleich haben bislang insgesamt 447.600 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet, 6.900 weniger als im Vorjahreszeitraum. Der demografisch bedingte Trend rückläufiger Bewerberzahlen wird aktuell durch doppelte Abiturjahrgänge in Folge der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf zwölf Jahre gebremst (2011: Bayern und Niedersachsen). Auch das Aussetzen der Wehrpflicht könnte sich in einem leichten Anstieg der Bewerberzahlen zeigen. Der Rückgang der Bewerberzahlen dürfte zudem durch die Intensivierung des Übergangsmanagements von der Schule in Ausbildung gebremst werden. Andererseits könnte die zunehmende Nutzung von Online-Plattformen – z.B. der JOBBÖRSE der BA – dazu führen, dass weniger Jugendliche die Ausbildungsvermittlung in Anspruch nehmen.
Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag im Mai mit 197.700 um 26.200 über dem Vorjahreswert. Als noch unversorgt zählten Mai 210.900 Bewerber, 11.900 weniger als im Vorjahr.
Allerdings ist es noch verfrüht, anhand dieser Daten eine sichere Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu geben. Zwar liegen die Zahlen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge über den Vorjahreswerten. Aber noch ist nicht abzuschätzen, ob es hierbei um einen Vorzieheffekt handelt. Ausbildungsbetriebe könnten sich angesichts weniger Bewerber frühzeitiger für Auszubildende entscheiden.”
http://www.arbeitsagentur.de/nn_27030/zentraler-Content/Pressemeldungen/2011/Presse-11-030.html
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